Jetzt kommt die Jugend dran

Wir unterstützen die Petition von Prof. Dr. Andreas Schwarz aus München, die Reihenfolge der Corona-Schutzimpfung zu ändern und die Gruppe der 16-27-jährigen in die Gruppe 2 (Hohe Priorität) aufzunehmen.

Link zur Petition

Wortlaut der Petition:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten,

ändern Sie die Reihenfolge in der Corona-Schutzimpfung. Alle Bürgerinnen und Bürger zwischen 16 und 27 Jahren werden unverzüglich in die Gruppe 2 (Hohe Priorität) aufgenommen.

Begründung

Die ständige Impfkommission hat aus medizinischen Gründen das Impfen der besonders vulnerablen Altersgruppe der über 80jährigen empfohlen. Diese Gruppe ist mittlerweile in hohem Maße geschützt.

1. Die Expertise weiterer wissenschaftlicher Disziplinen (Psychologie, Sozialpädagogik) verdeutlicht klar, dass die Gruppe der 16-27jährigen (Jugend) zu den hoch vulnerablen Personenkreis zählt. Nicht medizinisch begründet, sondern aus entwicklungspsychologischen und sozialen Erfordernissen. Die Phase der Jugend ist von elementaren Veränderungsprozessen gekennzeichnet, die nun mehr als ein Jahr in hohem Maße beschränkt, verhindert oder umgekehrt sind. Das Lösen vom Elternhaus, die Vertiefung tragfähiger Beziehungen zu Gleichaltrigen, das Entwickeln von Lebensperspektiven oder die Schritte in Selbständigkeit sind hier beispielhaft zu nennen. Die Pandemie und die nachvollziehbaren Maßnahmen haben diese und weitere grundlegende Bedingungen für ein stabiles und glückliches Erwachsenenleben massiv beeinträchtigt.

Schützen wir jetzt die Jugend!

2. Diese Generation zeigte in den vergangenen Monaten ein Höchstmaß an Solidarität und Sinn für Gemeinschaft. Sie  war zu jedem Zeitpunkt bereit, die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung mitzutragen. Obwohl sie in der öffentlichen Auseinandersetzung  oft auf ‚Schüler’ oder  ‚Studentinnen’ reduziert wurde, nahm sie die Einschränkungen ihres umfassenden Alltags an. Aus soziologischer und politologischer Expertise kann hier ein deutliches Votum für die Priorisierung gestellt werden. Zeigen wir der Jugend, dass Engagement für die Gesellschaft eine Antwort erzeugt. Zeigen wir der Jugend, dass generell in der Politik (auch in einem Superwahljahr) nicht nur die Interessen der Mehrheit umgesetzt werden.

Schützen wir jetzt die Jugend!

3. Das Impfen der Altersgruppe 16-27 wird für die Gesamtpopulation einen positiven Effekt im Pandemieverlauf erzeugen. Diese Gruppe zeigt nicht immer Krankheitssymptome und steckt daher unwissentlich Personen in ihrem Umfeld an. Mit einem sofortigen Beginn der Impfung der Jugend könnte, zumindest für die höheren Klassen, die Situation des Schulbesuches entspannt werden. In den jeweiligen Ausbildungsbetrieben wäre ein Anfang einer Herdenimmunität erreicht. Im öffentlichen Nahverkehr wäre ebenfalls eine nicht unerhebliche Nutzergruppe von Übertragung befreit.

Schützen wir jetzt die Jugend!

Ein Jahr in unseren Leben ist nicht unerheblich – für die Jugend aber sind bereits wenige Monate entscheidend! Lassen wir sie vor und geben wir den jungen Menschen zwischen 16 und 27 den Sommer, den sie verdient haben!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Prof. Dr. Andreas Schwarz aus München.
 
 

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