So helfen wir

Unsere 13.3 Einrichtung für unbegleitete Flüchtlinge (LuKi Go!)

Junge erwachsene Flüchtlinge haben viele Strapazen hinter sich. Nach manchmal monatelanger Flucht möchten wir ihnen in einer verlässlichen und wertschätzenden Umgebung einen Schutzraum in unserer teilbetreuten Wohngruppe ermöglichen. Wir möchten die jungen Erwachsenen hierbei menschlich und fachlich begleiten. Durch professionelle Unterstützung unseres Teams, werden besonders die Bereiche Schule, Beruf, Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Es ist uns wichtig ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen und Hilfestellung zu geben, um in Deutschland zu leben und ein Teil unserer Gesellschaft zu werden.


Zielgruppe und Aufnahmealter

Das Hilfeangebot gilt jungen erwachsenen Flüchtlingen ab 18 Jahren. Diese können sich in einer akuten und krisenhaften Lebenssituation befinden und sind entsprechend schutzbedürftig. Aufgrund ihrer besonderen Biographie und ihrer besonderen Lebensumstände können sie i.d.R. nicht auf ihre Familie oder andere stützende soziale Bezüge zurückgreifen. Die Maßnahme ist für junge Erwachsene angelegt die bisher in stationären Heimeinrichtungen untergebracht waren und nun im Rahmen des § 13.3 SGB VIII verselbständigt werden sollen. Die jungen erwachsenen Flüchtlinge sind in der Lage am Alltag in der Gruppe partizipativ teilzunehmen, sich einzubringen und selbständig zu handeln. Grundlegende alltägliche Aufgaben können sie bereits selbständig erledigen (Wäschewaschen, Kochen, Ordnung und Sauberkeit halten).


Der Aufnahmeprozess

Anfragen durch das Jugendamt werden zeitnah möglichst innerhalb von 24 Stunden bearbeitet. Die Rückmeldung bezüglich Kapazitäten und Leistungsumfang erfolgt ebenso schnell. Wenn keine Notsituation gegeben ist oder zeitliche Engpässe zu bewältigen sind werden in der Regel zwei Gespräche vor der Aufnahme geführt:

1. Das Infogespräch: Das Infogespräch (ca. 45 Minuten) wird von der Teamleitung ggf. mit Dolmetscherin geführt. Es wird umfassend über die Einrichtung im Allgemeinen und das Hilfeangebot im Besonderen sowie die verschiedenen Leistungen und Anforderungen, die diese Betreuungsform beinhaltet, informiert. Ein Besuch der Einrichtung bzw. Wohngemeinschaft kann sinnvoll sein. In Notsituationen kann der junge Mensch unmittelbar danach aufgenommen werden. Es hat sich jedoch bewährt nach einigen Tagen ein oder mehrere Klärungs- und Explorationsgespräche durchzuführen.

2. Das Klärungs- und Explorationsgespräch: Das zweite Gespräch (ca. 60 bis 90 Minuten) wird von der Teamleitung und der damit betrauten Fachkraft geführt.



Unsere Leistungen

Die Ziele der Betreuung orientieren sich am individuellen Bedarf, den Ressourcen und der Lebenssituation der jungen Menschen und werden unter Mitwirkung aller am Hilfeprozess Beteiligten (junge erwachsene Flüchtlinge, PädagogInnen, geeignete Hilfs- und studentische Hilfskräfte) erarbeitet.

Dementsprechend haben wir auch die folgenden Zielsetzungen:

  • Verselbstständigung in allen lebenspraktischen Bereichen mit dem Ziel einer selbstständigen Lebensführung.
  • Unterstützung der schulischen, beruflichen Perspektivenentwicklung und
  • Begleitung und Unterstützung in Schule oder Ausbildung
  • Unterstützung einer vorhandenen Schul-, Ausbildungs-, Arbeitsbefähigung, Wohnkultur
  • Förderung der jeweiligen Ressourcen bei der Entwicklung der Lebensplanung,
  • Förderung der Partizipation in allen Bereichen des sozialen, kulturellen und politischen Lebens
  • Erlernte Fähigkeiten der Alltagsgestaltung und Struktur verfestigen
  • Erlernte Fähigkeiten der Selbsthilfepotentiale des jungen Menschen verfestigen
  • Stabilisierung der Persönlichkeitsdynamik
  • Förderung von interkulturellen Kompetenzen
  • Betreuungskontakt nutzen, um bestehende Fähigkeiten in allen Bereichen zu verfestigen
  • Erweiterung der psychosozialen Kompetenz des jungen Menschen
  • Abbau und Vermeidung negativer Persönlichkeitsstrukturen (Delinquenz, Sucht usw.)
  • Prävention von Fremd- und Selbstgefährdung
  • Verbesserung der sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration
  • Unterstützung bei der Auflösung von Verweigerungsblockaden
  • Anleitung zu neuen konstruktiven Verhaltensmustern, z.B. neue Konfliktlösungsmuster

Grundlagen und Rahmen

Rechtsbasis

Rechtsgrundlage der Hilfe ist SGB VIII §13.3

 

Betreuungsform

Teilstationäre Einrichtung für unbegleitete Flüchtlinge

Plätze

Insgesamt stehen 14 Plätze zur Verfügung

Team

Unser Team besteht ausschließlich aus pädagogischen Fachkräften in Festanstellung. Unsere Sozialpädagoginnen und PädagogInnen verfügen meist über Zusatzqualifikationen wie Systemische Familientherapie. Wir halten uns an eine regelmäßige Supervision und Fallarbeit.

Grundlage und Methoden

Als Grundlage unserer Arbeit ist uns eine wertschätzende Haltung den jungen Menschen, deren Fähigkeiten und auch deren Schwierigkeiten gegenüber wichtig. Hierbei arbeiten wir im Sinne der humanistischen Pädagogik und Psychologie (Systemischen Familienarbeit, Gestaltpädagogik, Körperpsychotherapie). Der Aspekt des Lernens und Arbeitens wird in der Betreuung besonders berücksichtigt, gefordert und gefördert.

Teamleitung

Heike Donnerhack

Erziehungswissenschaften M.A.

Tel.: 089 / 38 66 73-130

Oder kontaktieren Sie unsere Zentrale unter der Telefonnummer: 089 / 38 66 73-0